Wir rufen auf!

In den kommenden Wochen ist mit Streiks in verschiedenen Bereichen des Öffentlichen Dienstes zu rechnen. Wir behalten uns vor, ob und wann wir die Streiktage bekannt geben. Die Informationen hier haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Rechtsgültig ist immer der für den Betrieb veröffentlichte Streikaufruf.

Streikrecht ist Grundrecht!

Das Grundgesetz (GG) schützt in Art. 9 Abs. 3 GG explizit Arbeitskämpfe, die „zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen“ geführt werden. Ein Grundrecht auf Streik, losgelöst von seiner funktionalen Bezugnahme auf die Tarifautonomie, gewährleistet Art. 9 Abs. 3 GG allerdings nicht. Im Grundsatz steht damit allen Arbeitnehmern ein Streikrecht zu. Ausgenommen vom Streikrecht sind lediglich die Beamten, Richter und Soldaten, sodass die im öffentlichen Dienst beschäftigten Arbeitnehmer (Angestellte und Arbeiter) und alle Arbeitnehmer aus der Privatwirtschaft streikberechtigt sind. [wikipedia]

Aktuelle Streikplanung

Die Gewerkschaft ver.di ruft voraussichtlich am 21.10. Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes in den Städten Dresden und Zwickau sowie den umliegenden Gemeinden zum Warnstreik auf. Aufgerufen werden tarifbeschäftigte Mitglieder in ausgewählten Kommunalverwaltungen, Sozialversicherungen, Sparkassen, Betrieben der Ver- und Entsorgung sowie das Städtische Krankenhaus in Dresden. Die Einrichtungen der Kinderbetreuung (KITAs) und die Gesundheitsämter werden nicht zum Streik aufgerufen.

Rechtsgültig sind die aktuellen Streikaufrufe. Diese veröffentlichen wir erst 24 Stunden vor den jeweiligen Streiks!

Streikgeld?

ver.di-Mitglieder erhalten während des Streiks ab einer bestimmten Streikdauer Lohnersatzleistungen im Sinne eines Streikgeldes. Das kann bei ver.di auf Nachweis beantragt werden. Nicht-Mitglieder dürfen ebenfalls, wenn ihr Betrieb bestreikt wird, teilnehmen.

Aktuelle Informationen zu Corona und Warnstreiks

Wir veröffentlichen kurzfristig weitere Hinweise zum Streikgeschehen in Bezug auf Corona und mögliche Einschränkungen. Generell gilt auf allen Streikkundgebungen, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten ist. Mund-Nasen-Bedeckungen sind zwingend die ganze Zeit während der Kundgebung sowie beim Betreten und Verlassen der Kundgebungsflächen sowie der Streikbüros zu tragen.

Kolleg*innen, mit Erkältungssymptomen wie Fieber, Husten, Halsschmerzen oder anderen Corona-ähnlichen Symptomen bleiben bitte zu Hause!

Hinweise zum Streikablauf

  • eine Versorgung mit Getränken o.ä. können wir zur Streikkundgebung nicht gewährleisten.

ver.di Kampagnen