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abgesagt!

Internationaler Kindertag
20.09.2019ver.di, Dresden, Cottaer Str. 2

abgesagt: ver.divers: Regenbogen-Familien in Unternehmen

ver.divers: Diskriminierung im Arbeitsumfeld
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Achtung! Wir mussten diese Veranstaltung kurzfristig absagen!

Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle, Intersexuelle und queere Menschen (LSBTTIQ*) gehören zur Lebensrealität in Sachsen. Von einem offenen Umgang mit den Themen sexuelle und geschlechtliche Vielfalt am Arbeitsplatz kann jedoch gegenwärtig nicht die Rede sein. So erleben laut einer Studie aus dem Jahr 2017 rund 75% der lesbischen und schwulen, 95% der bisexuellen und 83% der Trans*-Personen in mindestens einer Form Diskriminierungen am Arbeitsplatz. Dies spricht dafür, dass LSBTTIQ*-Personen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung einem deutlich erhöhten Diskriminierungsrisiko am Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Ca. 30% der Befragten verschweigen deshalb ihre Identität am Arbeitsplatz.

Regenbogen-Familien in Unternehmen

Queere Familien stehen vor besonderen, insbesondere verschiedenen rechtlichen Herausforderungen. Insbesondere arbeitsrechtliche Fragen spielen für LSBTTIQ*- Eltern bzw. Erziehende und sorgende Personen eine große Rolle. Ihre besondere Perspektiven und Lebenslagen finden jedoch im bestehenden Arbeitsrecht kaum Berücksichtigung und auch im Rahmen von Diversity-Management-Konzepten ist das Thema der queeren Elternschaft häufig noch ein blinder Fleck. So wird beispielsweise Co-Müttern in lesbischen Ehen nicht automatisch die Elternschaft zuerkannt, so dass sie den langen Weg der Stiefkindadoption gehen müssen und während des Prozesses rechtlich keine abgesicherte Möglichkeit haben, Elternzeit zu nehmen oder Kinderkrankengeld zu beziehen. Ähnliche Probleme haben darüber hinaus etwa auch diejenigen, die sich in größeren Elternschafts- bzw. Patchworkkonstellationen mit mehr als zwei Elternteilen um Kinder kümmern, aber über kein rechtliches Sorgerecht verfügen. Ein Anspruch auf besondere Urlaubs- und Arbeitsbefreiungen für Eltern bzw. die Inanspruchnahme eines betrieblichen Kindergarten-Platzes wird ihnen in der Regel nicht gewährt. 

Die Veranstaltung thematisiert praxisnah bestehende Lebenslagen und Bedarfe von Regenbogen-Familien und diskutiert rechtliche und unternehmenspolitische Lösungsansätze.

Es diskutieren: Monika von der Lippe (Gleichstellungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Die Linke), Daniel Herold (ver.di-Bezirksgeschäftsführer), Manuela Schmidt (Tarifrechtsexpertin ver.di Sachsen, Sachsen, Anhalt, Thüringen) und LSBTTIQ*-Eltern

Moderation: Vera Ohlendorf, LAG Queeres Netzwerk Sachsen e.V.

Die Reihe ver.divers in Kooperation mit der LAG Queeres Netzwerk Sachsen setzt sich mit den vielfältigen Bedarfen von LSBTIQ* und ihren Familien in der Arbeitswelt auseinander, stellt Diversity-Konzepte zur Diskussion und lädt dazu ein, sich gemeinsam gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung zu engagieren.

Eingeladen sind Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans*- und inter*geschlechtliche sowie queere Menschen, Freund*innen, Betriebs- und Personalrät*innen, JAVen, Gewerkschafter*innen und alle Interessierten.

Veranstaltungsort auf Google Maps anschauen.
ver.di Regenbogen
Foto/Grafik: ver.di

Ansprechperson

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